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Die Gruppe vor dem Start.
Samstagmorgen war dann wider Erwarten schönes Wetter - warm. Mit den Teilnehmern ging es zum ersten Programmpunkt, dem Aufbau der Ally-Faltboote. Ganz ehrlich, auf den ersten Blick schreckte mich der Stangen-Wirrwarr ab. Der Aufbau war dann aber erstaunlich einfach.
Schnell waren wir auf dem Wasser und paddelten der Sylvensteinklamm entgegen. Dort wollten wir an Seilen hochsteigend die Brücke erklimmen.
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Ob wir zu langsam waren oder das Wetter zu schnell? Jedenfalls hingen die ersten jümarend an den Seilen, als der Regen einsetzte. Nein, es hat nicht getröpfelt. Es hat geschüttet. Die Zeit, Regenbekleidung anzuziehen, hat für viele Teilnehmer nicht gereicht. Ergo: Die erste Garnitur war nass.
Der Kaiserschmarrn in beheizter Hütte kam da gerade zur rechten Zeit. Kleider trocknen, warm werden und den genialen Kaiserschmarrn essen. Das hob die Stimmung und das Wohlbefinden.
Die anstehende Flussüberquerung via Seilbrücke war nach dem opulenten Mahl vielleicht für das Seil eine Belastungsprobe, nicht aber für die gewandeten Teilnehmer des Bergans-ALPIN-Abenteuers.
Nun hieß es "gehen". Okay, die Wege waren breit, nicht anspruchsvoll. Dafür war es das Wetter. Ziel war das Dürrachtal oberhalb von Fall. Dort warteten die Mountainbikes auf die Teilnehmer, um diese ins hinterste Baumgartental zu bringen. Ein Vorteil, wenn einer der Guides hier jeden Steig kennt. Denn die Traudl wohnt im hintersten, dauerhaft bewohnten Haus in diesem Tal.
Weil die Wege für das MTB verboten sind, erreichten wir zuletzt via Schusters Rappen unsere Bleibe für die Nacht: die Alm Hochstall Niederleger. Viel los war hier nicht. In der gesamten letzten Saison hat der Almbauer hier zwei Frauen gesehen. Überlaufenes Karwendel!
Verdientes Nachtlager im Heu.
Also Aufstehen um halb fünf, Abmarsch um fünf. Ziel war der Delpsee unterhalb des Schafreuther. Pünktlich mit Erreichen des Sattel oberhalb des Sees setzte auch der Regen wieder ein. Vorbei an der Delpsee-Alm strebten wir tieferen Lagen entgegen. Denn für den weiteren Tag hat der Wetterbericht einen Temperatursturz und Schnee angesagt. An den Regen hatte sich inzwischen jeder gewöhnt, außerdem ist Bergans Mitveranstalter - die stellen schließlich (auch) Regenbekleidung her. Wäre doch gelacht, wenn man sich wegen so ein paar Tropfen unter einem Dach verkriecht.
Zurück bei Traudl gab es ein deftiges Weißwurst-Frühstück. Und so wollte keine rechte Lust aufkommen, wieder auf die Räder zu steigen.
Irgendwann kamen wir dann aber nicht drum herum. Ein letztes Mal hieß es: in (Hardshell-) Schale werfen und hinaus in den Regen. Zwischen dem aufspritzendem Wasser der Reifen von unten und dem Regen von oben versuchten wir die Straße zu treffen und rollten wieder dem Ort Fall entgegen.
Aber selbst am Hotel wurde es nicht trockener. Denn der Whirlpool war vorbereitet, die Sauna aufgeheizt. So sprangen wir alle quasi vom Rad in den warmen Whirlpool und ließen die zwei Tage bei bester Stimmung fröhlich ausklingen.
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Fazit: Wegen ein bisschen Regen muss man sich weder die Laune noch den Tag vermasseln lassen. Nur darf man nicht strikt an seinen ursprünglichen Plänen "kleben".
Text: Olaf Perwitzschky
Bilder: Birgit Gelder
Ende gut, alles gut.
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